Reklame ist Geldverschwendung

Reklame ist Geldverschwendung. Uwe Osterrieder im Interview mit sich selbst.

Marketing wird gern mal gleichgesetzt mit Werbung und Werbung ist rausgeschmissenes Geld.  Diese Einstellung zeugt leider nicht unbedingt immer von betriebswirtschaftlich  legitimem Sparwillen, sondern oft schlicht von Unkenntnis. 

Was man als Marketer so hört und was ich als Berater dazu antworten möchte:

„Werbung ist rausgeschmissenes Geld!“

Antwort: Ja, oft. Vor allem dann, wenn man sich nicht vorher über die exakte Zielsetzung im Klaren ist. Werbung ist aber nur ein kleiner Teil von Marketing.

„Marketing ist Augenwischerei!“

Antwort: Auch das ist bestimmt oft der Fall. Allerdings reden wir auch hier wieder nur von Teilen der Kommunikationspolitik und nicht von Marketing im Ganzen. Außerdem ist auch die professionellste Augenwischerei langfristig nicht tragfähig, wenn das Produkt nicht marktfähig ist. Einfach nur heiße Luft in Tüten zu verkaufen ist weder Teil eines professionellen Marketingmix noch unternehmerisch sinnvoll.

„Marketing macht bei uns die Praktikantin nebenbei!“

Antwort: Wenn die Praktikantin gleichzeitig noch die Geschäftsführung innehat, das Produktmanagement, die Vertriebsstrategie und die Preispolitik definiert, dann ist das bestimmt sinnvoll. Sonst nicht.
Oder reden wir hier statt über Marketing eigentlich über das Layout vom aktuellen Flyer? Auch das sollten besser Profis machen. Sonst sieht es wahrscheinlich eher mal selbstgebastelt aus. Und wo wir gerade dabei sind: Nicht selbst texten, wenn man das nicht wirklich kann. Es gibt Leute, die so etwas können. Wörter sind starkes Voodoo!

„Das läuft bei uns alles über Mundpropaganda!“

Antwort: Die Mundpropaganda oder Marketingchinesisch „word-of-mouth“ ist tatsächlich eines der stärksten Marketinginstrumente und Basis des so genannten Viralmarketing. Aber: Um Mundpropaganda zu ermöglichen, brauchen wir eine kritische Masse an Mündern. Auch der schönste Schneeballeffekt funktioniert nicht ohne Schneeball.

„Durch die digitalen Medien ist heutzutage eh alles anders!“

Antwort: Das stimmt zum Teil, da sich neue Geschäftsmodelle ergeben haben, alte haben sich verändert und manche sind obsolet geworden. Auch in der Kommunikation sind die Herausforderungen gestiegen: Es reicht schon lange nicht mehr aus, nur lauter oder bunter zu sein als der Wettbewerb. Man muss vor allem in den sozialen Medien attraktiver sein, interessanter, relevanter. Stichwort: Storytelling. Allerdings haben sich nur die Kanäle geändert, nicht die Kunden; die funktionieren immer noch analog.

„Marketing brauchen wir nicht!“

Antwort: Das ist leider Unsinn. Marketing heißt nichts anderes als marktorientierte Unternehmensführung und welches Unternehmen kann es sich leisten, Marktbedingungen zu ignorieren? Falls damit plumpe Reklame gemeint ist, das kann sein. Siehe oben. Es gibt eine Menge an Möglichkeiten, die Zielkunden zu erreichen – aber dafür muss man sich erst mal über die Zielsetzung im Klaren sein.

„Wofür braucht man einen Berater?“

Antwort: Braucht man nicht. Genauso wenig wie man einen Skilehrer braucht, um Ski zu fahren. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass vorhandene Ressourcen effektiver, sinnvoller und nachhaltiger eingesetzt werden, kann durchaus steigen. Ein professioneller und neutraler Blick von außen – ohne unternehmensinterne Befindlichkeiten – ist manchmal recht hilfreich.

„Was kostet dann so was?“

Gegenfrage: Was kostet ein Auto?

„Was soll ich also machen?“

Ich kann nur raten: 

Zielsetzungen definieren. Spezifische, messbare, akzeptierbare, realistische und terminierte Ziele. (S.M.AR.T.) 

Belastbare und messbare Kennzahlen definieren. (Key Performance Indicators) 

Controlling-Instrumente definieren und planvoll einsetzen.  

Nicht alles muss schnell schnell gehen. Statt ASAP (As Soon As Possible) öfter mal ASGAP (As Good As Possible.) 

Billiger ist nicht besser. 

Kommunikations- und Werbemaßnahmen planen und nicht erst dann panisch loswerben, wenn schon die Aufträge stagnieren. 

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